Kinder in Trauer

Trauernde Kinder brauchen Schutz, Sicherheit und ein Gegenüber, das keine Angst vor ihrer Trauer und deren vielfältigen Formen hat.

Martin Schemm_pixelio.deIn der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen, die ebenfalls einen Verlust betrauern, erleben sie, dass sie nicht allein sind – und das ist enorm bedeutsam für sie. Sie erfahren, dass ihre widersprüchlichen Gedanken und Gefühle nicht unnormal sind, dass diese geäußert werden dürfen und auf Verständnis treffen. Und dass sie auch schweigen dürfen.

Erleben Kinder und Jugendliche, dass ihre Trauer eine gesunde Reaktion mit vielen Facetten auf einen schmerzlichen Verlust ist, dass z. B. Freude auch ohne Schuldgefühle erlebt werden darf, dann kann sich ihre Trauer mit der Zeit verändern und in ihr Leben integriert werden. Der Blick richtet sich nicht nur auf den Verlust, sondern auch auf eigene Ressourcen, auf ihre Gegenwart und Zukunft. Sie erfahren, dass sie eine Krise durchstehen können und überlebt haben. Eine gute Erfahrung stärkt die Persönlichkeit und schafft Vertrauen, das Leben zu meistern und spätere Verluste zu tragen.

Nicht allein sein mit seinen Gefühlen. Mit anderen seine Trauer teilen: Das hilft.